Zur Wirkungsgeschichte der verschiedenen Textformen von Psalm 22 (Vg 21)

Autor/innen

DOI:

https://doi.org/10.25788/vidbor.v10i1.1612

Schlagworte:

Psalterium Gallicanum, Psalter, Psalm 22 (21), Ester, David, Jesus, Passionsgeschichten, jüdische Liturgie, christliche Liturgie

Abstract

Die Vulgata-Psalmen nach dem „Psalterium Gallicanum“ (jene Version, die Hieronymus zwischen 386 und 390 neu aus dem Griechischen der Hexapla des Origenes übersetzt hat) haben Spiritualität und akademische Theologie der lateinischen Kirche von der Spätantike bis ins 20. Jahrhundert in kaum zu überschätzender Weise geprägt. Wenig später hat Hieronymus die Psalmen aus dem Hebräischen ins Lateinische übersetzt, um mit den jüdischen Gelehrten seiner Zeit besser ins theologische und spirituelle Gespräch kommen zu können. Dieselben Psalmen haben in ihrer Hebräischen Fassung ihrerseits die jüdische Spiritualität, Liturgie und Theologie nachhaltig geprägt. Anhand von Ps 22 (Vg 21) werden in diesem Beitrag die spirituelle Dynamik und gesamttheologische Wirkungsgeschichte ein und desselben Psalms in verschiedenen jüdischen und christlichen Kontexten dargestellt. Dabei kommt die Bedeutung der Textentwicklung und Texttradierung für theologische Verständnisse und spirituelle Tendenzen desselben in einen neuen Fokus. Ps 22 (Vg 21) eignet sich dafür besonders gut, da er im jüdischen wie christlichen Gottesdienst bis heute eine große Rolle spielt.

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Veröffentlicht

2026-11-07

Zitationsvorschlag

1.
Vonach A. Zur Wirkungsgeschichte der verschiedenen Textformen von Psalm 22 (Vg 21). VIDBOR [Internet]. 7. November 2026 [zitiert 8. November 2026];10(1):85-103. Verfügbar unter: https://vulgata-dialog.ch/ojs/index.php/vidbor/article/view/1612