Vor der Verwendung der Bibel in der Übersetzungswissenschaft: Zur textuellen Pluralität ihrer hebräischen und griechischen Textformen

Autor/innen

Schlagworte:

Hebräische Bibel, Septuaginta, Bibelwissenschaft, Übersetzungswissenschaft, Textpluralität

Abstract

Dieser Beitrag untersucht die Hebräische Bibel und ihre griechische Übersetzung, die Septuaginta, und benennt zwei Fragen, die geklärt werden müssen, bevor die Bibel als Gegenstand der Übersetzungswissenschaft herangezogen wird: die Texttraditionen, die dem Ausgangstext zugrunde liegen, und jene, die sich im übersetzten Text herausgebildet haben. Diese textuelle Pluralität erschwert es, Fehlübersetzungen der Bibel eindeutig zu bestimmen. Eine Übersetzung kann fehlerhaft erscheinen, weil mehrere Ausgangstexte oder mehrere Übersetzungen beziehungsweise spätere Revisionen vorliegen. Zur Erörterung dieser Probleme behandelt der Beitrag den Masoretischen Text, die Schriftrollen vom Toten Meer, den Aristeasbrief, die Vorreden des Hieronymus zur Vulgata sowie die Bearbeitungen der griechischen Bibel durch Aquila, Symmachus und Theodotion. Die Erforschung biblischer Übersetzungen trägt zweifellos sowohl zur Bibelwissenschaft als auch zum allgemeinen Verständnis von Übersetzung bei. Zugleich ist beim Gebrauch der Bibel in der Übersetzungswissenschaft besondere methodische Vorsicht geboten.

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Veröffentlicht

2026-11-07

Zitationsvorschlag

1.
Kato T. Vor der Verwendung der Bibel in der Übersetzungswissenschaft: Zur textuellen Pluralität ihrer hebräischen und griechischen Textformen. VIDBOR [Internet]. 7. November 2026 [zitiert 8. November 2026];10(1):49-60. Verfügbar unter: https://vulgata-dialog.ch/ojs/index.php/vidbor/article/view/1609

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