Die Rezeption der Vulgata Ps 39,7–9 (Heb. 40,7–9) unter lateinischen christlichen Hebraisten
DOI:
https://doi.org/10.25788/vidbor.v9i1.1524Schlagworte:
Christliche Hebraisten, Robert Bellarmin, Martin Bucer, Salomoon Glassius, Salomon Glassius, Hebr 10:5–10 – Ps 40:7–9 (Vg 39:7–9)Abstract
Psalm 40,7–9 (= 40,7–9 in der Vulgata) wird in Hebräer 10,5–10 zitiert, doch weicht das Zitat im Neuen Testament deutlich vom Text des Alten Testaments ab. Wie erklärten frühneuzeitliche Gelehrte diese Diskrepanz? Dieser Artikel untersucht die Antworten von drei lateinischen christlichen Gelehrten des 16. Jahrhunderts – Martin Bucer, Robert Bellarmin und Solomon Glassius –, die alle über fundierte Hebräischkenntnisse verfügten und sich intensiv mit Textkritik befassten. Keiner von ihnen war bereit, die Autorität des Wortlauts des Neuen Testaments in Frage zu stellen, und keiner lehnte die Integrität des erhaltenen hebräischen Textes ab. Ihre Erklärungen für die Unterschiede zwischen den Textzeugen offenbaren unterschiedliche Konfigurationen kritischer Methoden und konfessioneller Bindung. Ihr Ausführungen veranschaulichen, wie frühneuzeitliche Exegeten mit dem Zusammenspiel von Philologie, Theologie und einem aufkommenden textkritischen Bewusstsein rangen.
Downloads
Veröffentlicht
Zitationsvorschlag
Ausgabe
Rubrik
Lizenz
Copyright (c) 2025 Michael Graves

Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International.