Vulgata in Dialogue. A Biblical On-Line Review
https://vulgata-dialog.ch/ojs/index.php/vidbor
<p class="paragraph_style_3"><img src="/ojs/public/site/images/wtauwinkl/Logo_Vulgata_Dialogue.png"></p> <p style="margin-bottom: 0cm;"><em>Vulgata in Dialogue</em> wurde 2016 gegründet. Sie ist eine internationale, peer-reviewed (zielgruppenrezensierte) wissenschaftliche Online-Zeitschrift mit offenem Zugang. Einmal im Jahr bietet sie die Möglichkeit zur Veröffentlichung von Artikeln zur Bibelexegese oder über theologische, sprachwissenschaftliche, historische und interdisziplinäre Themen, die einen direkten oder indirekten Bezug zur Biblia Sacra Vulgata haben. Gehostet wird die Zeitung von der Universitätsbibliothek Tübingen, IT-Abteilung, Publikations- und eLearning-Dienste.</p> <p style="margin-bottom: 0cm;">Die Neuübersetzung und Herausgabe der Vulgata wurde in zwei analogen Projekten fast gleichzeitig angegangen. Das deutsche Projekt <em>Vulgata deutsch</em> wurde 2011 vom Vulgata Verein in Chur initiiert und zusammen mit dem Walter de Gruyter Verlag (Berlin) verwirklicht. Das Projekt der Übersetzung in die rumänische Sprache startete 2010 über die A.I. Cuza Universität, Traditio Centre, Jassy und das Humanitas Verlagshaus. In beiden Projekten zeigten sich spezifische Themenfelder, deren Untersuchung auch von Interesse für die biblischen Studien im umfassenden Sinn ist und die sich damit zur Publikation anbieten. Die Zeitschrift <em>Vulgata in Dialogue</em> will zur offenen Diskussion in der Vulgata-Forschung beitragen.</p> <p style="margin-bottom: 0cm;"> ISSN 2504-5156</p> <p class="paragraph_style_3"> </p>Vulgata Verein, Churde-DEVulgata in Dialogue. A Biblical On-Line Review2504-5156Eine neue Reihe lateinischer Vulgata-Leser
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<p>Diese Rezension bespricht die neue Reihe „Latin Vulgate Readers“, 2025, herausgegeben von Timothy A. Lee, Samuel H. Wessels und Ryan Kaufman. Die Reihe umfasst einen Einführungsband, das Buch der Psalmen sowie das Neue Testament, basierend auf dem Text der Vulgata Clementina.</p>Bernhard Lang
Copyright (c) 2025 Bernhard Lang
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2025-12-292025-12-299949610.25788/vidbor.v9i1.1529Die Verwendung von Sinnzeilen im Codex Laudianus
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<p>Einige der griechisch-lateinischen Handschriften des Neuen Testaments sind in Sinnzeilen geschrieben. Durch die Unterteilung der Texte in solche kurzen, einander entsprechenden Einheiten wurde sowohl das Kopieren als auch das Lesen erleichtert, da diese Unterteilung dabei hilft, zu erkennen, welche griechischen und lateinischen Wörter oder Phrasen einander entsprechen. Dieser Artikel untersucht die Verwendung von Sinnzeilen im Codex Laudianus, einer zweisprachigen Handschrift (6. oder 7. Jahrhundert), die die Apostelgeschichte in zwei schmalen Spalten auf der Seite wiedergibt (lateinisch links, griechisch rechts). Die Untersuchung der Textsegmentierung gibt Aufschluss über die Entstehung und Funktion von Sinnzeilen im Codex Laudianus.</p>Tilke Nelis
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2025-12-292025-12-299486210.25788/vidbor.v9i1.1528Der heilige Hieronymus in der mittelalterlichen Kunst
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<p>Die Darstellung des heiligen Gelehrten im Studierzimmer, heute vor allem bekannt durch Albrecht Dürers Stich <em>Hieronymus im Gehäus</em>, 1514, war in der frühen Neuzeit beliebt, war aber nicht das einzige Bildmotiv, das uns Hieronymus nahebringt. Anhand von Zeugnissen der mittelalterlichen Buchmalerei werden in dem Aufsatz auch andere, weniger geläufige Motive vorgestellt, etwa Hieronymus im Kreise der Frauen oder Hieronymus in Frauenkleidern - eine Szene, die auf einer Intrige beruht - sowie die Löwenepisode, um nur einige zu nennen. Das bewegte Leben des Heiligen spiegelt sich in originellen Bildschöpfungen, die uns aus dem gesamte Mittelalter und der frühe Neuzeit überliefert sind.</p>Gia Toussaint
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2025-12-292025-12-299639310.25788/vidbor.v9i1.1527ablactata oder retributio?
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<p>Die Bedeutung von Psalm 131 (Vg 130) verändert sich grundlegend je nachdem, wie Vers 2 verstanden wird. Entscheidend ist dabei insbesondere, ob die Wurzel GML in V. 2b – wie in V. 2a – im Sinne von „entwöhnt“ gedeutet wird, wie es der Vulgata-Psalter iuxta Hebraeos wiedergibt, oder ob sie – wie in der traditionellen Vulgata in Anschluss an die Septuaginta – als „Vergeltung“ verstanden wird.</p>Konrad Kremser
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2025-12-292025-12-299424710.25788/vidbor.v9i1.1526Cooling down Elija
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<p>Der Beitrag vergleicht die Darstellung Elijas in der Vulgata mit ihren Vorlagen. Folgt Hieronymus dem Vokabular und der Interpretation der hebräisch-griechischen Bibelversionen oder – was wahrscheinlicher ist – setzt er eigene Akzente? Am deutlichsten wird diese Fragestellung in seiner Änderung in Sir 48,1-16, wo Elija „abgekühlt“ wird, vielleicht um ihn besser in das asketische und stoische Weltbild der Spätantike einzufügen. Ob Hieronymus selbst oder eine Vorlage diese Entscheidung getroffen hat, ist offen.</p>Benedikt J. Collinet
Copyright (c) 2025 Beneidkt J. Collinet
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2025-12-292025-12-299284110.25788/vidbor.v9i1.1525Die Rezeption der Vulgata Ps 39,7–9 (Heb. 40,7–9) unter lateinischen christlichen Hebraisten
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<p>Psalm 40,7–9 (= 40,7–9 in der Vulgata) wird in Hebräer 10,5–10 zitiert, doch weicht das Zitat im Neuen Testament deutlich vom Text des Alten Testaments ab. Wie erklärten frühneuzeitliche Gelehrte diese Diskrepanz? Dieser Artikel untersucht die Antworten von drei lateinischen christlichen Gelehrten des 16. Jahrhunderts – Martin Bucer, Robert Bellarmin und Solomon Glassius –, die alle über fundierte Hebräischkenntnisse verfügten und sich intensiv mit Textkritik befassten. Keiner von ihnen war bereit, die Autorität des Wortlauts des Neuen Testaments in Frage zu stellen, und keiner lehnte die Integrität des erhaltenen hebräischen Textes ab. Ihre Erklärungen für die Unterschiede zwischen den Textzeugen offenbaren unterschiedliche Konfigurationen kritischer Methoden und konfessioneller Bindung. Ihr Ausführungen veranschaulichen, wie frühneuzeitliche Exegeten mit dem Zusammenspiel von Philologie, Theologie und einem aufkommenden textkritischen Bewusstsein rangen.</p>Michael Graves
Copyright (c) 2025 Michael Graves
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2025-12-292025-12-299132710.25788/vidbor.v9i1.1524Die Beziehung zwischen Jonathan und David aus der Perspektive der Vulgata
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<p>In der Vulgata wird die berühmte Freundschaft zwischen Jonathan und David mit dem Verb <em>diligere</em> und dem Substantiv <em>amor</em> beschrieben. Obwohl wir nichts über die Einstellung des Übersetzers – Hieronymus – zur Homosexualität wissen, zögerte er nicht, Wörter zu verwenden, die eine homoerotische Beziehung implizieren könnten.</p>Michael Fieger
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2025-12-292025-12-29971210.25788/vidbor.v9i1.1523Hieronymus zwischen Hexapla und Hebraica Veritas
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<p>Dieser Artikel analysiert die Ausdrücke <em>sagittae … cum carbonibus iuniperorum</em> – Pfeile mit Wacholderkohle (Ps Vg 119,4 iuxta Hebraeos) und <em>sagittae … cum carbonibus desolatoriis</em> – Pfeile mit verheerender Holzkohle (Ps Vg 119,4 iuxta LXX) im Vergleich zum masoretischen Text, der Septuaginta, der Hexapla und der Vetus Latina. Besonderes Augenmerk wird auf die sprachlichen und interpretativen Nuancen der lateinischen Begriffe gelegt.</p>Michael Fieger
Copyright (c) 2025 Michael Fieger
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2025-12-292025-12-2991610.25788/vidbor.v9i1.1521Antike Parusien
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<p>Ein Vergleich von Parusien in christlicher und paganer Literatur lässt gemeinsame motivische Grundlagen erkennbar werden.</p>Michael Wissemann
Copyright (c) 2024 Michael Wissemann
https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
2024-12-222024-12-22917–2017–2010.25788/vidbor.v8i1.1348Eligere – electio – Erwählung
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<p>Obwohl der Begriff der „Erwählung“ (<em>electio</em>) seit Augustinus zu den Standardbegriffen der christlichen Theologie gehört, besitzt er erstaunlicherweise nur ein schmales Textfundament in der Hl. Schrift. Wohl wird in der Vulgata das Verb <em>eligere</em> in seinen unterschiedlichen Konjugationsformen häufig verwendet, doch das Substantiv <em>electio</em> kommt im AT gar nicht und im NT nur wenige Male vor. Der Grund dafür liegt darin, dass im biblischen Kontext der Akt der „Erwählung“ ein konkretes, innergeschichtliches Handeln Gottes markiert und keine Vorherbestimmung von Ewigkeit her impliziert. Ausgehend von gewissen Formulierungen in Hag, Jer und Eph untersucht der Aufsatz die Herausbildung des Gedankens einer vorgeburtlichen Vorherbestimmung der Propheten durch Gott bzw. einer präkosmischen Erwählung derer, die an Christus glauben. Dabei lässt sich nachweisen, dass es sich beim Gedanken einer Erwählung „vor aller Schöpfung“ um eine spätere Entwicklung handelt, die auf jüdischer Seite durch apokalyptisch-qumranische Strömungen und auf christli-cher Seite durch dogmatisch-christologische Auseinandersetzungen befördert wird.</p>Michael FiegerMartina Roesner
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2024-12-222024-12-2291–61–610.25788/vidbor.v8i1.1347Eine vorgeschlagene verbesserte Lektüre von Iudicum 3,16
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<p>Die kurze Notiz schlägt vor, <em>in medio</em> in Ri 3,16 zu <em>ab medio</em> zu emendieren.</p>George M. Hollenback
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2024-12-222024-12-2297–107–1010.25788/vidbor.v8i1.1301Zwei oder drei im Bett?
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<p>„Das Bett ist so schmal, dass einer von beiden herausfallen muss, und die kurze Decke kann nicht beide bedecken“ (Jes 28,20, Vg). Der hebräische Text geht davon aus, dass nur eine Person im Bett liegt, aber Hieronymus' Übersetzung unterstellt, dass ein Paar in einem Bett schläft, das zu schmal für es ist. Die Vorstellung des Paares lässt sich als Echo des jüdischen Midrasch verstehen – eines Midrasch, der sogar von drei Personen in dem einen Bett weiß.</p>Teppei Kato
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2024-12-222024-12-22911–1611–1610.25788/vidbor.v8i1.1256Gattung und Stil in der Vulgata des Hieronymus
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<p>——</p>Robin Beck
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2023-11-132023-11-1396573Metaphern und Gleichnisse
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<p>Übersetzungsvarianten und nicht erhaltenen Wiedergaben im Sirachbuch der Septuaginta und der Vulgata bilden einen Sumpf von Interpretationen. Dieser Artikel versucht, durch eine philologische und grammatikalische Analyse von Sirach 24,30-31 etwas Klarheit in diese konkurrierenden Übersetzungen zu bringen. Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass die Vulgata die von Ben Sira intendierte Botschaft besser wiedergibt als die Septuaginta.</p>Gene Gauzer
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2023-11-132023-11-13992010.25788/vidbor.v7i1.1193Die Gestalt des Gottesknechtes bei Hermann Cohen
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<p>In seinem Spätwerk <em>Religion der Vernunft aus den Quellen des Judentums</em> (1919) deutet der Marburger Neukantianer Hermann Cohen die Gestalt des leidenden Gottesknechts in Jesaja 53 in einer Weise, die dem Wortlaut des biblischen Textes widerspricht. Obwohl im hebräischen Text wie auch in der Septuaginta und der Vulgata ausdrücklich die Rede davon ist, dass der Gottesknecht die Sünden der anderen auf sich nimmt, bestreitet Cohen diesen Gedanken der stellvertretenden Sühne unter Verweis auf das kantische Prinzip der Nichtvertretbarkeit der ethischen Verantwortung für das eigene Handeln. Darüber hinaus entwickelt er den Gedanken, dass der Messias ganz generell keine konkrete Person, sondern nur eine Idee sei, die sich im Laufe der Geschichte durch die immer umfassendere Umsetzung eines ethischen Menschheitsideals verwirklicht.</p>Michael FiegerMartina Roesner
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2023-11-132023-11-1391810.25788/vidbor.v7i1.1191Zur Sprachkompetenz des Vulgataübersetzers
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<p>Die Bedeutung der Vulgata liegt in ihrer philologischen Genauigkeit, in der Vertrautheit ihres Verfassers mit der pagan-antiken Kultur sowie dem spätantiken Christentum, seinem Bemühen, die Neuübersetzung in Einklang zu bringen mit tradierten Lesegewohnheiten in den einzelnen Gemeinden, und in der Eröffnung von neuen Möglichkeiten der Bibelexegese.</p>Michael Wissemann
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2023-11-132023-11-139434810.25788/vidbor.v7i1.1189Die persona satirica des Hieronymus und die Rezeption der Komödie von Terenz
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<p>In diesem Beitrag wird die traditionelle Bezeichnung <em>satiricus</em> erörtert, die der literarischen persona des Hieronymus im Laufe der Jahrhunderte aufgrund seiner neugierigen und moralisierenden Haltung, die er in vielen Texten durch Lachen zum Ausdruck bringt, verliehen wurde. Wir schlagen eine alternative Interpretation vor, die besagt, dass seine gutgelaunten Kritiken, die die Gesellschaft moralisieren sollen, oft ein anderes literarisches Genre widerspiegeln: das der Komödie. Durch die Analyse dreier Fälle von Hieronymus’ Rezeption von und Intertextualität mit Terenz zeigen wir, dass der Vergleich mit einem komischen Autor und mit dem spezifischen Modell von Terenz durch Texte des Hieronymus gestützt werden kann. Terenz gilt nämlich als Moralapostel und einer der vier größten Dichter der Antike. Nach der Rezeption in anderen christlichen Texten scheint die spezifische „terenzianische Schreibweise“ in der Tat erhabener und sanfter zu sein, um die Gesellschaft zu korrigieren, als der Ansatz eines Satirikers, der übertrieben und verletzend sein könnte. Der Gemeinplatz des <em>theatrum mundi</em> ist in vielen Texten des Hieronymus präsent: Die Welt wird als eine bösartige komische Bühne dargestellt, die von einem Autor moralisch korrigiert werden muss, der, obwohl er Christ ist, den Mechanismus der lächerlichen Komik nachstellt, um seine Meinung zu verteidigen und seine Leser zu provozieren, damit sie nicht so lächerlich werden wie die komischen Figuren.</p>Marcello Peres Zanfra
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2023-11-132023-11-1392942got wil uns hail geben, das man uns der latein zu deutsch pring
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<p>Der so genannte „Österreichische Bibelübersetzer“ ist ein anonymer, nicht-ordinierter Übersetzer aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Etwa 200 Jahre vor Martin Luther bemühte er sich, Menschen ohne Lateinkenntnisse die Möglichkeit zu geben, die Bibel in ihrer eigenen Sprache zu lesen und zu verstehen. Seine Identität ist unbekannt. Er schrieb mehrere Traktate, doch seine Bibelübersetzungen und -kommentare sind ein Meilenstein in der Geschichte der volkssprachlichen Bibelübersetzungen. Dieser Beitrag bietet einen ersten Überblick über sein Werk, seine Ziele und Arbeitstechniken.</p>Nadine Popst
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2023-11-132023-11-139495610.25788/vidbor.v7i1.1187Ut scriptum est
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<p>Die Visionen Hildegards von Bingen zielen ihrem eigenen Zeugnis zufolge auf die Sinnerschließung der Heiligen Schrift. Dementsprechend steht die Bibel im Zentrum ihres Gesamtwerkes, zu dem auch ihre Briefe gehören. In einem Brief, den Hildegard an Kleriker gerichtet hat, lassen sich die unterschiedlichen Methoden des Hildegard eigenen Umgangs mit dem biblischen Text exemplarisch beobachten. Die Analyse zeigt, dass der Ort, an dem Hildegard sich die Heilige Schrift aneignet, die gefeierte Liturgie ist. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass die benediktinische Lebensform sowohl die Rezeption als auch die schriftstellerische Aufarbeitung der Bibeltexte in ihren Werken prägt.</p>Maura Zátonyi
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2023-11-132023-11-139576410.25788/vidbor.v7i1.1183Ex sagaci coniectura
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<p>Dank umfangreicher Untersuchungen der handschriftlichen Überlieferung werden in der vom Sincero Mantelli herausgegebenen Neuausgabe des Habakuk-Kommentars des Hieronymus (CC SL 76-76A) mehrere Abweichungen vom Text der gedruckten Ausgaben festgestellt, beginnend mit der des Erasmus von Rotterdam von 1516. Zunächst einmal gibt es eine Glosse (<em>quia scarabaeus uel cantharus uermis est stercoris</em>), die in den Handschriften nicht zu finden ist. Die Codices weisen unterschiedliche Lesarten auf, die in den meisten Fällen einen korrupten Text zitieren. In Anbetracht der Tatsache, dass die oben erwähnte Notiz in den vor-erasmischen Ausgaben nicht auftaucht, können wir den Schluss ziehen, dass Erasmus selbst den Text korrigiert und die sinnvolle Notiz hinzugefügt hat. Zur Bestätigung des Gesagten lassen sich noch weitere, vielleicht weniger bedeutsame Korrekturen anführen, die jedoch ebenfalls der Hand des Rotterdamer Humanisten zugeschrieben werden können. Diese Verbesserungen in der Ausgabe von Erasmus wurden in späteren Ausgaben praktisch unverändert übernommen, angefangen bei der Ausgabe von Mariano Vittori, der ebenfalls als „Gegen-Herausgeber“ zu Erasmus fungieren wollte.</p>Sincero Mantelli
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2023-11-132023-11-139212810.25788/vidbor.v7i1.1181Handbuch der Vulgata und ihrer Rezeption
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<p><em>Das Handbuch der Vulgata und ihrer Rezeption</em> bietet einen umfassenden Bericht über die Vulgata-Forschung der letzten beiden Jahrhunderte (ca. 1820–2023) in der Form einer thematisch angelegten kommentierten Bibliographie von mehr als 4000 Titeln. Das Werk enthält erklärende Einleitungen, Auszüge einschlägiger Texte aus dem Werk des Hieronymus (generell in Übersetzung, aber auch auf Latein) und Zeittafeln. Besondere Beachtung verdienen das kommentierte alphabetische Glossar linguistischer und stilistischer Begriffe (S. 89–126), das Glossar zum lateinischen Wortschatz der Vulgata (S. 382–472) und die Anmerkungen zu einzelnen Bibeltexten von der Genesis bis zum Buch der Offenbarung sowie den Anhängen der Vulgata (S. 511–723). Der Schlussabschnitt ist der kulturellen Ausstrahlung der Vulgata in Kirche, Sprache, Literatur und Kunst gewidmet, wobei Zeugnissen aus der englischen, deutschen, französischen und italienischen Literatur und Sprache besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird. Register der Namen und Sachen sowie ein ausführliches Inhaltsverzeichnis schließen das Werk ab.</p>Bernhard Lang
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2023-08-162023-08-169177810.25788/vidbor.v1i1.1166Die Vulgata und die Bibelexegese des Hieronymus
https://vulgata-dialog.ch/ojs/index.php/vidbor/article/view/1095
<p>In der kürzlich vom <em>Vulgata Verein</em> verfassten kommentierten deutschen Übersetzung der Vulgata (Hieronymus. <em>Biblia Sacra vulgata: Lateinisch-deutsch</em>, Bd. I-V, Andreas Beriger, Widu-Wolfgang Ehlers und Michael Fieger, Hg., Boston: De Gruyter, 2018), Manfred Niehoffs und Michael Margoni-Köglers Übersetzung von Jesaja 1-11 bzw. 12-22 enthält Ver-weise auf Hieronymus' <em>Kommentar zu Jesaja</em>. Die Seltenheit einer solchen intertextuellen Lektüre der Vulgata und der Bibelkommentare Hieronymus in dieser deutschen Übersetzung ist mit sporadischer Aufmerksamkeit für das Thema in Monographien zu den Kommentaren und der lateinischen Übersetzung korelliert. Ein enger Vergleich der Vulgata und der biblischen Exegese des Hieronymus findet selten statt. Die Lücke ist überraschend, weil Hieronymus seine Kommen-tare und exegetischen Briefe vor, während und nach seiner Arbeit an der Bibelübersetzung verfasste. Darüber hinaus stellen <em>Hebräische Fragen zur Genesis</em>, das <em>Buch der Orte</em> und das <em>Buch der Interpretation hebräischer Namen</em> vorläufige Werkzeuge für die Übersetzung nach den Hebräern dar und skizzieren seine Übersetzungstechniken. Ebenso deuten zahlreiche Verweise auf lateinische grammatikalische Fachbegriffe in seinen Schriften stark darauf hin, dass grammatikalische Kategorien seine Übersetzung beeinflussten. Durch eine Betrachtung ausgewählter Beispiele empfiehlt dieser Aufsatz die intertextuelle Lektüre der biblischen Übersetzung, indem er den Wert des Vergleichs spezifischer Darstellungen der Vulgata mit den exegetischen Kommentaren des Hieronymus aufzeigt. Solche Vergleiche verdeutlichen nämlich bemerkenswerte Merkmale der Übersetzung und liefern Hinweise darauf, wie die Leser seine Wiedergaben interpretiert haben könnten.</p>Matthew A. Kraus
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2023-03-192023-03-1999911910.25788/vidbor.v1i1.1095Beobachtungen zur Übersetzungs-weise der Vulgata im Vergleich zum masoretischen Text
https://vulgata-dialog.ch/ojs/index.php/vidbor/article/view/1094
<p>In den letzten Jahrzehnten haben sich die Sammlungen II–V (Spr 10-29) im hebräischen Buch der Sprüche immer wieder als mehr als nur ein Wirrwarr von Sprüchen erwiesen. Zumindest Teile davon können als bewusst arrangierte Kompositionen gesehen werden. Die Schreiber verwendeten dazu Schlagworte und Lautmuster. In vielen seiner Sprüche erwähnt das Buch der Sprüche Agenten, die als „weise“ oder im Gegenteil als „dumm“, „unwissend“ oder „töricht“ charakterisiert werden. Im hebräischen Text werden die Wörter, die in diesem Zusammenhang verwendet werden, oft verwendet, um die Struktur einer Komposition aus mehreren Sprüchen zu markieren – als Schlagworte oder als Teil eines Klangmusters. Der Beitrag befasst sich mit der Übersetzung der relevanten Wörter (z. B. <em>kesil</em>,<em> 'æwil</em>) und fragt, ob die lateinische Übersetzung Anzeichen eines Bewusstseins für die im hebräischen Text nachweisbaren Strukturen aufweist oder nicht.</p>Jutta Krispenz
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2023-03-192023-03-199293610.25788/vidbor.v1i1.1094Unterschiede in Hieronymus' Übersetzungen des Buches Jeremia
https://vulgata-dialog.ch/ojs/index.php/vidbor/article/view/1093
<p>Hieronymus übersetzte das Buch Jeremia zweimal. Das erste Mal war für das, was die „Vulgata“ werden sollte. Nachdem er dieses riesige Projekt um 390 n. Chr. mit den Büchern Samuel und Könige begonnen hatte, fuhr er mit den drei großen Propheten fort. Das zweite Mal war im Zusammenhang mit dem Kommentar zu Jeremia in den Jahren 414–416. Der zeitliche Abstand von mehr als 20 Jahren lädt zum Vergleich beider Renderings ein.<br>Hieronymus' Absicht war es in beiden Fällen, das hebräische Original genau zu übersetzen, und im Großen und Ganzen stimmen sie zu. Es gibt jedoch auch Unterschiede zwischen der früheren und der späteren Version. Viele von ihnen sind formell und haben wenig Einfluss auf die Bedeutung. Andere zeigen Veränderungen im Sinne einer Passage. Am über-raschendsten ist, dass die Vulgata-Übersetzung von Jeremia in beiden Fällen häufiger dem hebräischen Text entspricht als die Wiedergabe im Jeremia-Kommentar. Wie ist das zu erklären?<br>Wie der hohe Grad an Entsprechungen zeigt, verwendete Hieronymus wahrscheinlich die frühere Übersetzung. Anderer-seits zeigen die Veränderungen, dass er sich nicht daran gehalten hat, sondern frei damit umgegangen ist. In ähnlicher Weise erhalten die „Dubletten“ im Jeremiabuch (z.B. Jer 23,19-20 // 30,23-24) oft unterschiedliche Wiedergaben. Manchmal kann dies aus Stilgründen geschehen, aber es ist auch ein Zeichen für eine „kontinuierliche“ Übersetzungs-technik, die auch vom unmittelbaren Kontext beeinflusst wird.<br>Um die geringe Wörtlichkeit der vorstehenden Wiedergabe im Kommentar in Bezug auf die Vulgata-Fassung auszugleichen, nutzt Hieronymus die verschiedenen literarischen Gattungen: Er bietet später in seinem Kommentar weitere mögliche Übersetzungen an, wenn er ein Wort oder einen Vers erklärt, und zeigt so ein breiteres Gespenst von Bedeutungen für Ausdrücke, die diskutiert werden können. Der Kirchenvater zeigt in seinem hohen Alter so in seinem Kommentar einen noch breiteren Horizont als bisher und eine fortwährende Kreativität.</p>Georg Fischer
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2023-03-192023-03-1991610.25788/vidbor.v1i1.1093Ist die Vergänglichkeit absurd?
https://vulgata-dialog.ch/ojs/index.php/vidbor/article/view/1052
<p>Das „Vanitas-Motiv“, ein prägendes Merkmal der europäischen Kunst-, Kultur-, Literatur- und Philosophiegeschichte, hat seinen Ursprung im Alten Testament, vor allem im Koheletbuch. Wie das zugrundeliegende hebräische hæbæl verstand Hieronymus auch seine Wiedergabe mit <em>vanitas</em> als metaphorisch-dynamische Begrifflichkeit. Über die griechische Septuagintatradition ist es zu einem konkret-statischen Verständnis dieses Motivs gekommen, das zu einer einseitigen und äußerst negativ-pessimistischen Weltsicht in der Rezeptionsgeschichte der damit verbundenen Geistesströmung geführt hat – über weite Strecken bis zum heutigen Tag. Damit wird man weder der hebräischen noch der lateinischen Grundlegung gerecht.</p>Andreas Vonach
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2023-03-192023-03-19917518310.25788/vidbor.v1i1.1052Unvorhergesehene Wunder am Ufer des Flusses Arnon
https://vulgata-dialog.ch/ojs/index.php/vidbor/article/view/1051
<p>Der Aufsatz untersucht Hieronymus' Übersetzung von Num 21,14-15.16-20 und fragt insbesondere nach den Gründen für die signifikanten Unterschiede zwischen dem hebräischen Text und der Vulgata. Diese sind – wie gezeigt werden wird – nicht durch die Existenz textkritischer Varianten zu erklären, sondern ergeben sich aus einer gründlichen Rezeption jüdisch-rabbinischer Interpretationen von Num 21,14-20.</p> <p> </p>Matthias Ederer
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2023-03-192023-03-19915717310.25788/vidbor.v1i1.1051MT und LXX Version von Psalm 44[45] im Lichte der Vulgata iuxta Hebraicum
https://vulgata-dialog.ch/ojs/index.php/vidbor/article/view/1050
<p>Ein Vergleich des Masoretentextes und des Septuagintatextes von Ps 44[45] mit dem Text der Vulgata <em>iuxta Hebraicum</em> führt zu dem überraschend Ergebnis, dass Hieronymus schwierige Stellen sehr exakt und in Übereinstimmung mit dem Masoretentext übersetzt, während er sich bei weniger herausfordernden Abschnitten stärker von der Septuaginta beeinflussen lässt. Jedenfalls zeigt sich aber, dass der von Hieronymus benutzte hebräische Text mit dem heute bekannten Masoretentext nahezu, aber vermutlich nicht vollständig identisch gewesen sein dürfte.</p>Konrad Kremser
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2023-03-192023-03-19913314810.25788/vidbor.v1i1.1050Hiob, der „vir simplex“ (Hiob 1,1.8; 2.3)
https://vulgata-dialog.ch/ojs/index.php/vidbor/article/view/1049
<p>Die Studie vergleicht Hieronymus’ zwei Übersetzungen des Buches Hiob – die erste aus dem Griechischen, die zweite aus dem hebräischen Text – mit einem besonderen Fokus auf ihren Umgang mit Mehrdeutigkeiten und auf die Verschiebung in der Übersetzung von ?? / ???????? / ?????? (Hiob 1:1, 8; 2;3) von <em>sine crimine</em> / <em>innocens</em> (<em>iuxta Graecos</em>) zu <em>simplex</em> (<em>iuxta Hebraos</em>). Wie die Analyse zu zeigen versucht, ist diese Verschiebung wahrscheinlich beabsichtigt und spiegelt die theologische Debatte um den Pelagianismus wider, in deren Verlauf Hieronymus das Bild Hiobs als Vorbild an Frömmigkeit und Tugend aufgibt und ihn stattdessen als „einfachen Menschen“ darstellt, der nicht von der Erbsünde befreit ist.</p>Tobias Häner
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2023-03-192023-03-19912113110.25788/vidbor.v1i1.1049Jesaja 53,3: Das «novissimum virorum» – ein ganzes Profil in nur einem Vers
https://vulgata-dialog.ch/ojs/index.php/vidbor/article/view/1048
<p>Die vorliegende Studie klärt die Frage nach dem in Vers Jes 53,3 beschriebenen Subjekt. Die linguistische Analyse des lateinischen Verses aus der Vulgata sacra des Hieronymus wird in einen Dialog mit den anderen großen alten Sprachen Hebräisch und Griechisch gebracht. Als Ergebnis dieser Untersuchungen können sprachliche Phänomene festgestellt werden, die weitere Informationen für die Exegese liefern. Vor diesem Hintergrund stellen sich zwei grundsätzliche Fragen, nach dem Thema des Verses und seiner Umsetzung in der Syntax und Semantik des Verses. Zu diesem Zweck werden die Verse in den drei Sprachen einander gegenübergestellt und in Bezug auf die Darstellung des Subjekts analysiert.</p>Brigitta Schmid Pfändler
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2023-03-192023-03-199939710.25788/vidbor.v1i1.1048Accipies virginem cum timore Domini (Tob 6:22 Vg)
https://vulgata-dialog.ch/ojs/index.php/vidbor/article/view/1047
<p>Die Vulgata von Tobit ist eine einzigartige Version der Tobit-Geschichte. Darin finden wir besondere Stoffe (Sondergute), deren Ideen eine bemerkenswerte christliche Farbigkeit aufweisen. Unter ihnen sticht die sogenannte „Tobias Nächte“ (Tob 6:16-22 Vg) hervor, eine Perikope, die in der Vulgata Tob 6 endet und in der der Engel Tobiah besondere Anweisungen gibt, wie er den Dämon besiegen kann. Die vorliegende Studie konzentriert sich auf Tob 6,22 Vg, den Vers, der die „Tobias Nächte“ beschließt und der exemplarisch für Hieronymus’ asketische Ideale erscheint, die anderswo in seinen Schriften zum Ausdruck kommen, insbesondere in seinen Briefen.</p>Lucas Brum Teixeira
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2023-03-192023-03-199859210.25788/vidbor.v1i1.1047“Tu laetitia Israhel” (Jdt 15,10Vg)
https://vulgata-dialog.ch/ojs/index.php/vidbor/article/view/1046
<p>Der folgende Aufsatz wird das Motiv der „Freude“ im Alten Testament der Vulgata untersuchen, wobei der Schwerpunkt auf der Übersetzung von SMKh innerhalb der Vulgata liegt. Der Aufsatz priorisiert die Passagen, in denen sich der heilige Hieronymus auf verschiedene Aspekte der Freude konzentriert oder in seinen Übersetzungen im Gegensatz zum MT oder dem Text des LXX variiert. Der Aufsatz konzentriert sich auf die unterschiedliche Bedeutung von Freude, die durch die Übersetzungen und Interpretationen des hebräischen und griechischen Textes durch den heiligen Hieronymus erzeugt wird. Der folgende Aufsatz hat einen vergleichenden Ansatz.</p>Anna Kraml
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2023-03-192023-03-199758410.25788/vidbor.v1i1.1046Bis repetita placent
https://vulgata-dialog.ch/ojs/index.php/vidbor/article/view/1045
<p>Zwei Übersetzungen des Psalters des heiligen Hieronymus (ca. 347-420) sind uns überliefert: (1) das <em>Psalterium iuxta Septuaginta</em> (ca. 390), übersetzt aus einer griechischen Vorlage, und (2) das <em>Psalterium iuxta Hebraeos</em> (ca. 392), übersetzt aus einer hebräischen Vorlage. Bei der Übersetzung des hebräischen Textes von 1. Chronik (ca. 396) wurde Hieronymus mit mehreren langen Zitaten aus Ps 95, 104 und 105 in Kapitel 16 konfrontiert. Als Ergebnis haben wir jetzt drei Übersetzungen dieser Psalmen, von denen zwei auf einer fast identischen hebräischen Vorlage basieren (nämlich die <em>iuxta Hebraeos</em> Versionen und 1 Ch 16). Obwohl die masoretischen Texte dieser Passagen im Psalter und in der 1. Chronik sehr ähnlich sind, enthalten die beiden lateinischen Versionen auch einige interessante Unterschiede. Die vorliegende Studie wird tiefer in die Mechanismen eintauchen, die diese Abweichungen verursacht haben, und was sie uns über (die Entwicklung von) Hieronymus’ Übersetzungstechnik sagen.</p>Martijn Jaspers
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2023-03-192023-03-199617410.25788/vidbor.v1i1.1045A trifaria varietate ad fontes
https://vulgata-dialog.ch/ojs/index.php/vidbor/article/view/1044
<p>Hieronymus beschreibt das Problem mit den bestehenden Ausgaben der Septuaginta zu seiner Zeit und erklärt, dass er sein Übersetzungsprojekt nicht hätte initiieren müssen, wenn es nicht diese dreifache Vielfalt und die Korruption und Verletzung des Originaltextes gegeben hätte. Dieser Artikel betrachtet Hieronymus’ Reflexion über seine Übersetzungsarbeit in Briefen und Vorworten aus der Perspektive der Weiterentwicklung der Schrift</p>Daniel Schmitz
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2023-03-192023-03-199455910.25788/vidbor.v1i1.1044Atalja auf dem Thron (2 Kön 11 = 4 Reg 11).
https://vulgata-dialog.ch/ojs/index.php/vidbor/article/view/1043
<p>Das Interesse dieses Beitrags liegt in der wechselseitigen Rolle von Vulgata und Auslegungsgeschichte füreinander. Die Erzählung aus 2 Kön 11 erfährt relativ wenig Rezeption im ersten Jahrtausend, weshalb die Vulgata als vollständige und interpretierende Übersetzung außergewöhnlich wichtig wird. Zugleich legt diese kleine Studie Spuren zur Frage, inwieweit die Auslegungsgeschichte helfen kann, die Vulgata in Text- und Auslegungstraditionen (<em>ante</em> und <em>post</em>) zu verorten.</p>Benedikt Collinet
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2023-03-192023-03-199374310.25788/vidbor.v1i1.1043Das Handbuch der Vulgata-Bibel und ihre Rezeption
https://vulgata-dialog.ch/ojs/index.php/vidbor/article/view/1042
<p>Zur Vorstellung des bald erscheinenden <em>Handbook of the Vulgate Bible and Its Reception: A Bibliographical Guide</em> bietet der Verfasser drei ausgewählte Stücke aus dem Buch: die Einleitung, das Inhaltsverzeichnis (gedacht als Übersicht über das Vulgata-Forschungsfeld) sowie den Abschnitt über das Buch Ecclesiastes/Kohelet, ergänzt durch die Einträge <em>ratio</em> und <em>vanitas</em> aus dem Glossar.</p>Bernhard Lang
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2023-03-192023-03-199172710.25788/vidbor.v1i1.1042Fluch der Mutter am Hofe von König Saul in 1 Sam 20,30
https://vulgata-dialog.ch/ojs/index.php/vidbor/article/view/1041
<p>Hieronymus polarisiert oder polemiziert in Vers 1 Sam 20:30 in zwei Richtungen. Er lässt König Saul die Beziehung zwischen seinem Sohn Jonathan und dem Sohn des Hirten David oberflächlich als Liebe beschreiben, indem er das Wort diligere verwendet. Eine Wortwahl, die vom hebräischen oder griechischen Original nicht überzeugend ist. Gleichzeitig wird die Mutter jedoch in starken, einzigartigen Formulierungen verflucht. In einer inneren Spannung wirft dieser Vers also die Frage auf: Welchen Eindruck von Hieronymus' Menschenbild hinterlässt seine Formulierung hier? Der Vater verflucht die Mutter für das Verhalten des Sohnes. Diese erstaunliche Schlussfolgerung erlaubt uns, weitere Rückschlüsse auf den hebräischen und griechischen Text zu ziehen und somit auch diese Verse zu interpretieren. Über die Klärung semantischer Bildfelder wird somit eine exegetische Spur gelegt. Die Beziehung zwischen den beiden Männern wird als Liebe interpretiert und die Mutter dafür verflucht, und beide Situationen bleiben in ungelöster Spannung.</p>Michael Fieger
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2022-12-082022-12-08914915510.25788/vidbor.v0i0.1041Lesung von Mal 3:19-24 als Mal 4:1-6 (VUL)
https://vulgata-dialog.ch/ojs/index.php/vidbor/article/view/1040
<p>Innerhalb der exegetischen Literatur wird häufig getrennt zwischen Mal 3,19-21 (MT) und Mal 3,22-24 (MT), während Hieronymus diese Verse übersetzt und zusammenfasst, so dass die Vulgata-Version den Abschnitt Mal 3,19-24 (MT) als eine Einheit mit Mal 4,1-6 (VUL) bezeichnet. Ziel dieses Beitrages ist es, sowohl die textlichen Probleme innerhalb dieser Verse als auch deren Lösungen zu skizzieren; darüber hinaus will dieser Artikel insbesondere den Wert und die Perspektiven der Vulgata-Version des Hieronymus betrachten.</p>Bernhard Klinger
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2023-03-292023-03-29971610.25788/vidbor.v1i1.1040Accipite Iudith viduam (Hier. Prol. Iud. 11)
https://vulgata-dialog.ch/ojs/index.php/vidbor/article/view/1039
<p>Im Buch Judith in der Vulgata wird die Figur der Protagonistin im Vergleich zu den Hauptzeugen deutlich umgestaltet. Judith wird als Modell oder Ideal der Witwe und des Witwentums hervorgehoben. Eine solche Überarbeitung wird besonders durch die einzigartigen Zusätze oder Sondergut der Vulgata bewirkt, die durch die Arbeit des Vg-Erzählers als lehrreiche Glossen für die Leserschaft von JudithVg erscheinen. Die vorliegende Studie untersucht insbesondere die Harmonie zwischen den speziellen Ideen von JudithVg und den christlichen Ansichten von Hieronymus, in diesem Fall in Bezug auf Witwen und Witwenschaft, die sich an anderer Stelle in seinen Schriften, insbesondere in seinen Briefen finden.</p>Lucas Brum Teixeira
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2022-12-052022-12-059354010.25788/vidbor.v6i0.1039De l’expérience religieuse du psalmiste et ses rapports avec divers gens des alentours dans le Ps 15/16, 1-4, selon les traductions/révisions de Jérôme
https://vulgata-dialog.ch/ojs/index.php/vidbor/article/view/1038
<p>Die Analyse mehrerer Exegeten zu Psalm 16 (bes. Gianfranco Ravasi) hat gezeigt, dass er eine sehr alte Realität widerspiegelt, die aus der Zeit stammen könnte, als das Volk Israel mit der einheimischen Bevölkerung des Landes Kanaan zusammenlebte. In diesem Artikel möchte ich untersuchen, ob der sozio-religiöse Kontext der Zeit des Heiligen Hieronymus eine Rolle bei der Ausarbeitung seiner Übersetzungen, seiner Revisionen oder sogar des gekürzten Kommentars zu den Psalmen gespielt hat. Genauer gesagt, ob die Werke des Stridoniten Veränderungen in der Wahrnehmung Gottes und des „Heiligen und Mächtigen“ des Landes widerspiegeln, in den Beweggründen der Bindung des Psalmisten an Gott, in der Natur seiner Beziehungen zu denen, die sich an Gott geklammert hatten, und zu denen, die Götzen folgen.</p>Tarciziu Hristofor Șerban
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2022-12-052022-12-059577010.25788/vidbor.v6i0.1038Die Spuren der Vulgata in der mittelhochdeutschen Handschrift „Eisenach Ms. 1361-50“
https://vulgata-dialog.ch/ojs/index.php/vidbor/article/view/1037
<p>Unter den mittelalterlichen Übersetzungen der Bibel in die Volkssprachen nehmen die Psalmen einen besonderen Platz ein. Im Mittelhochdeutschen wirken sie jedoch aus heutiger Sicht oft etwas unbeholfen und fast naiv in ihren frommen Christianisierungsbemühungen. Bei näherer Betrachtung erkennt man jedoch, dass es zwei Arten dieser Texte gibt: Die einen sind tatsächlich Übersetzungen, die das Original recht genau wiedergeben; die anderen sind eher Studientexte, die nicht nur die beiden hiesigen Übersetzungen der Psalmen, sondern auch die zeitgenössischen Kommentare berücksichtigen.</p>Jana Ilnicka
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2022-12-052022-12-059415510.25788/vidbor.v6i0.1037